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Über diese Web-Site
 

Inhalt dieser Web-Site sind allgemeine Informationen zu Gleisplänen. So beschreibe ich weiter unten, was Gleispläne sind und wie sie erstellt werden. Zentral aber ist der Versuch, Gleispläne in ansprechender Form, möglichst nach Themen sortiert darzustellen.

Wegen des großen Dateiumfangs der Scans von Gleisplänen müssen diese, um im Internet als Beispiele gezeigt werden zu können, in der Größe stark reduziert werden. Hierdurch wird Genauigkeit und Schärfe der Gleispläne eingeschränkt. Auch können nur kleinere Pläne gezeigt werden.

Je nach dem, wie die Beispiele programmiert sind, kann nicht jeder Browser alles wie gewünscht darstellen. Die  Galerie 1  und die  Galerie 2  sollten allerdings mit jedem Browser ohne Einschränkungen zu betrachten sein. Die  Galerie 3  und die  Galerie 4  sind mit jedem neueren Browser zu betrachten, jedoch muß JavaScript aktiviert sein. In  Ihre Galerie  haben Sie die Möglichkeit eigene Gleispläne in das Internet zu stellen. Diese Galerie ist mit jedem neueren Browser zu betrachten.

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 Signatur ZMS-1703

Was sind Gleispläne
 

Per Definition ist ein Gleisplan ein Plan der Gleisanlagen der Eisenbahn darstellt. Gleispläne – dort wo diese einen Bahnhof abbilden werden sie als Bahnhofspläne, dort wo sie einen Streckenabschnitt abbilden als Streckenpläne bezeichnet – dienen den Eisenbahngesellschaften zur Bestandsaufnahme, zur Planung oder zur Übersicht.

Nach der Aufnahme im Feld (Vermessung), oder heute auch meistens durch Luftbildaufnahmen, werden die Meßergebnisse in einen Plan im Maßstab 1 : 1000 (auch 1 : 500) kartiert. Diese sog. 'Mutterpläne' werden mit spezieller Tusche auf spezieller Folie gezeichnet; in ihnen werden später alle Änderungen entweder neu eingezeichnet oder gekratzt (gelöscht). Von den Mutterplänen werden Drucke oder Lichtpausen (auch sog. 'Blaupausen') erstellt. Diese Verfielfältigungen sind Arbeitspläne, die nach Gebrauch vernichtet oder anderweitig entsorgt werden.

Gleispläne als Arbeitspläne kann man, je nach Art ihrer Anwendung, unterteilen in maßstäbliche Pläne (i.d.R. 1 : 1000), in verzerrte (gestauchte) Pläne (i.d.R. Länge : Breite = 3 : 1) und in unmaßstäbliche Skizzen. Die maßstäblichen Pläne sind in Kataster-Flurkarten eingezeichnet und liefern eine vollständige Darstellung des Bahbhofs. Gleispläne werden verzerrt und auch im Inhalt reduziert, um eine übersichtlichere und im Gebrauch handlichere Darstellung der Gleislage zu erreichen. Einer noch schnelleren Übersicht dienen die unmaßstäblichen Gleisskizzen. Eine Spezialform sind die Signallagepläne, in verzerrter oder unverzerrter Ausgabe, mit spezifischen Darstellungen zu den Signalanlagen. Daneben gibt es noch eine Vielzahl von Plänen auf Basis der Gleispläne, wie z.B. Außenbeleuchtungspläne oder Feuerlöschpläne.

Gleispläne bestehen aus definierten Signaturen, als abstrakte zweidimensionale Abbildung der natürlichen örtlichen Gegebenheiten. Als die Deutsche Reichsbahngesellschaft (DRG) aus der Zusammenführung der bis dahin selbstständigen, einzelnen deutschen Landeseisenbahnen entstand, entwickelte diese Ende der 1920-er Jahre einheitliche Zeichnungsnormen für Signaturen von Eisenbahnanlagen in vermessungstechnischen Plänen. Dabei orientierte sich die DRG an den preußischen Normen.

In den Gleisplänen sind eigentlich immer Hochbauten (z.B. Empfangsgebäude und Güterschuppen), Ladeeinrichtungen, Fahrstraßen, Nummer und Nutzlänge jedes Gleises sowie die Kilometrierung eingezeichnet. Zusätzlich sind noch, je nach Art des Planes, Signale, Weichenwinkel (als Tangens), Gleisradien, Neigungsverhältnisse oder das Bahnhofsumfeld dargestellt.

Waren am Anfang die Gleispläne noch farblich ausgemalt worden (koloriert), so wurden sie später, um die Vervielfältigung zu erleichtern, in schwarzer Tusche ausgeführt. Als Zeichenwerkzeuge dienen dazu von jeher – neben diversen Linealen – für die Striche eine 'Ziehfeder', für kleine Kreise ein 'Nullenzirkel' und für die Beschriftung und z.B. Signalsignaturen diverse Zeichenfedern. Auch wenn heute elektronisch-digitale Zeichenprogramme eingesetzt werden, sind immer noch Ziehfeder und Nullenzirkel im Einsatz.

Die Aussagekraft eines Gleisplanes entfaltet sich in höchster Form in den bahnamtlichen Originalen. Diese Pläne haben den Reiz des Authentischen. Durch ein abgestuftes Prüfungssystem ist bei ihnen die Fehlerquote nahezu gleich Null, so daß sie als historische Dokumente angesehen werden können. Je nach Art ihrer Ausführung können diesen Plänen alle nötigen Details entnommen werden.

In den Originalplänen erkennt man neben zeitlichen Wandlungs- und Gestaltungsprozessen auch graphische Unterschiede bei den einzelnen Bahnverwaltungen. Sie sind somit gleichermaßen reizvoll für Nutzer (Modelleisenbahn, Zugsimmulation, virtuelle Bahn) und Sammler. Auch historisch Interessierte können durch die Pläne aus meinem Fundus oft ihre Recherchen exact abschließen.

Insbesondere in den Bahnhofsplänen verbinden sich abstrakte Symbole, logische Strukturen und harmonische Relationen derart, daß man allein durch ihr Studium leicht Momente der Ruhe und der Muße finden kann. Durch diesen besonderen Reiz dieser technischen Zeichnungen und der Art ihrer Herstellung kann man bei Gleisplänen durchaus von grafischen Werken sprechen.

Ich hoffe Ihr Interesse für Gleispläne geweckt zu haben.

Mit besten Grüßen von der Lauenburgischen Seenplatte
Gernot Lüdemann

 

 


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